B6 - Brand Industriebetrieb

Nummer

01

Art

Brand

Ort

Gewerbestraße Nord - Hurlach

Alarmzeit

20:45 Uhr am 20.01.2015

Eingerückt um

13:55 Uhr am 21.01.2015

Fahrzeuge

HLF 20/16
LF 8

weitere Kräfte

Feuerwehr Kaufering
Feuerwehr Igling
Feuerwehr Obermeitingen
Feuerwehr Klosterlechfeld
Feuerwehr Landsberg
Feuerwehr  Dießen (UG OEL)
Feuerwehr Langerringen
Feuerwehr Schwabmühlhausen
Feuerwehr Schwabmünchen
Feuerwehr Flughafen Penzing
Kreisbrandinspektion Augsburg
Kreisbrandinspektion Landsberg
Polizeiinspektion Landsberg
Kriminalpolizei FFB
BRK Landsberg
Maltester Landsberg

 

Am frühen Dienstag Abend wurden zahlreiche Feuerwehren aus den Landkreisen Augsburg und Landsberg zu einem Brand in das Hurlacher Industriegebiet alarmiert. Aus noch ungeklärter Ursache geriet eine 3000m² große Lagerhalle in Brand.

Bereits bei Alarmierung war der Feuerschein weithin sichtbar und ein Großteil der Halle stand bereits bei Eintreffen des ersten Hurlacher Löschfahrzeuges in Vollbrand.

Aufgrund der extrem großen Brandlast durch hunderte eingelagerte Holzpaletten und des fortgeschrittenen Vollbrandes war bereits bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte ein Totalverlust der Halle nicht mehr zu verhindern.

Unmittelbare Gefahr bestand für 2 Gebäude in direkter Nähe zum Brandobjekt. Über 130 Einsatzkräfte konnten nur mit äußerster Mühe und unter stundenlangem Einsatz das Übergreifen der Flammen auf diese Gebäude verhindern, welche durch die Hitzeeinwirkung dennoch teils erheblich beschädigt wurden.

Im Brandverlauf kam es immer wieder zu Explosionen, ausgelöst durch Gasflaschen und Harzfässer im Brandobjekt. Ein in Nachbarschaft abgestellter, voller Transporter für Flüssiggas musste ebenfalls massiv gekühlt werden, bis dieser vom Halter in Sicherheit gebracht werden konnte. Obwohl der LKW in über 30 Meter Entfernung zum Brandobjekt abgestellt war, war bereits der Außenspiegel angeschmolzen und Lackblasen am Tank sichtbar.

 

Da zeitweise 3 Drehleitern und 10 Rohre gleichzeitig im Einsatz waren, konnte der enorme Wasserbedarf von über 10.000 Litern in der Minute nicht durch das Hydrantennetz gedeckt werden. Um die Wasserversorgung aufrecht zu erhalten wurde eine 2 Kilometer lange Schlauchleitung zur Wasserhauptleitung verlegt und ein Pendelverkehr durch zahlreiche Tanklöschfahrzeuge und örtliche Landwirte mit Vakuumfäßern eingerichtet. Hierzu musste die Bahnstrecke zwischen Kaufering und Klosterlechfeld gesperrt werden.

 

Gegen 2 Uhr Nachts konnte schließlich für die Nachbarobjekte Entwarnung gegeben werden. Dennoch war weiterhin ein großer Kräfteeinsatz erforderlich um die Halle abzulöschen. Durch zwei Bagger wurden noch in der Nacht Teile der Halle abgetragen um an die Flammen und Glutnester zu kommen. Nachdem das Feuer in Gewalt war, konnten immer mehr Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden. Die Feuerwehren aus Hurlach, Kaufering und Obermeitingen benötigten dennoch bis etwa 6 Uhr um den Großteil der Glutnester abzulöschen. Die restlichen Nachlöscharbeiten durch die Feuerwehr Hurlach zogen sich noch bis in die Mittagsstunden hin. Auch am Nachmittag und Abend wurde die Brandstelle durch Einsatzkräfte mehrmals auf auflammende Glutnestern kontrolliert, bevor die Einsatzbereitschaft fast 24 Stunden nach Alarmierung wiederhergestellt war.

 

Unser Dank gilt allen beteiligten Einsatzkräften für diesen kräfte- und materialzehrenden Einsatz.

 

Pressespiegel:

Landsberger Tagblatt

Sat1 Nachrichten




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