Unsere Schutzkleidung

Im Gegensatz zu Früher hat sich die Schutzkleidung stark gewandelt. Während zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Feuerwehrleute noch mit schwarzen Baumwolluniformen ihren Dienst taten, wurde die Schutzkleidung im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt. Allerdings bot auch der bis 1998 von den meisten Feuerwehren Bayerns verwendete olivgrüne Schutzanzug kaum eine Schutzwirkung.

Eine Erneuerung stellt hier der Schutzanzug Bayern 2000 dar, der in einer landesweiten Beschaffungsaktion von den meisten Feuerwehren eingeführt wurde. Neu hinzugekommen ist auch eine mehrlagige Einsatzjacke und -hose, die speziell für den Innenangriff bei Bränden entwickelt wurde. Im lauf der letzten Jahre wurden immer mehr Ausrüstungsgegenstände zum Standard in den Feuerwehren, so auch in Hurlach.
Näheres zu den einzelnen Schutzanzugarten können sie weiter unten erfahren.


 

Schutzanzug Bayern 2000
Bayern 2000Der Schutzanzug Bayern 2000 stellt den Standardschutzanzug bei der Feuerwehr Hurlach dar. Er wurde im Zuge einer landesweiten Beschaffungsaktion eingeführt. Erstmals konnte mit diesem Anzug den Feuerwehrangehörigen ein bestimmtes Maß an Schutz geboten werden. Während der vorherige Anzug im Prinzip nur vor Verschmutzung der privaten Kleidung schützte, besteht die Oberfläche des Bayern 2000 aus einem flammhemmendem Material, welches Stichflammen stand halten kann. Auch ist die Warnwirkung vergleichbar mit handelsüblichen Warnwesten, so dass auf diese im Einsatz verzichtet werden kann. Nichts desto trotz werden bei der Hurlacher Wehr von Absperrposten weiterhin Warnwesten getragen. Darüber hinaus trägt jeder Feuerwehrmann noch einen Helm mit Nackenschutz und bei Bedarf Gesichtsschutz. Auch lederne Schutzhandschuhe gehören zur Grundausstattung.

 

 

 


 

Schutzanzug für Atemschutzträger
HuPf 1/4Die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Hurlach sind seit Juni 2007 durchgängig mit 4lagigen Überjacken und -hosen ausgestattet. Bis Juni 2007 waren nur 4 Überjacken als Poollösung verfügbar. Die Jacken und Hosen entsprechen sowohl der EN 469 als auch der Hupf Teil 1 und Teil 4b. Diese Normen geben die Herstellungsrichtlinien für Schutzkleidung für den Innenangriff wieder. Im Innenangriff können durch Phänomene wie Flash Over, Backdraft und Roll Over gefährliche Situationen für Feuerwehrleute entstehen. Diese dicke Schutzkleidung kann dafür ein gutes Maß an Schutz liefern und helfen, dass die Feuerwehrleute solche Phänomene unverletzt überstehen. Zusammen mit der auf diese Kleidung zugeschnitten Taktik können auch Brände besser und sicherer bekämpft werden.

Zur Schutzausrüstung für Geräteträger gehören auch Flammschutzhauben, die den Kopfbereich bedecken, sowie spezielle Schutzhandschuhe für die Brandbekämpfung.

 

 

 


 

Schutzanzug mit angelegtem Atemschutzgerät
HuPf mit AtemschutzgerätFür die Brandbekämpfung wird zusätzlich zur Ausrüstung für Atemschutzträger noch ein Pressluftatmer und eine Vollmaske angelegt. Durch diese unabhängige Luftzufuhr können Feuerwehrleute bis zu 30 Minuten im Brandrauch arbeiten und Feuer bekämpfen. Während in den 80igern und frühen 90igern Atemschutz hauptsächlich für den Innenangriff eingesetzt wurde, wird heutzutage bei den meisten Bränden, wie Fahrzeugbrände, Containerbrände, etc. Atemschutz angelegt. Dies ist eine zusätzliche Sicherheit für die Feuerwehrleute, da auch bei Bränden im Freien große Mengen an giftigen Gasen eingeatmet werden können. Auch kann man selbst bei kleineren Bränden nicht sicher sein, dass nicht etwas unvorhergesehenes passiert, wie Verpuffung von Benzindämpfen oder Gas-, Metall- und Fettexplosionen. Hierbei geht die Sicherheit der eingesetzten Kräfte immer vor.

Die Schutzausrüstung wird zudem durch eine Handlampe, ein Funkgerät und die Feuerwehraxt sowie einen Holster (mit Bandschlinge, Keilen und Kennzeichnungsstift) erweitert. Auch der Sicherheitsgurt wird im Innenangriff getragen.

 

 

 


 

Hitzeschutzanzug
HitzeschutzanzugDies ist eine Erweiterung der Atemschutzträgerkleidung. Die Anzüge der Form II, bestehend aus Mantel und Handschuhen aus Hitze reflektierendem Material, werden bei Einsätzen mit großer Hitzeentwicklung getragen. Bei der Feuerwehr Hurlach sind 4 solcher Anzüge gelagert. Zum Einsatz würden diese zum Beispiel bei ausgedehnten Metallbränden kommen, da hier eine sehr große Hitze frei gesetzt wird.

 

 

 

 


 

Schutzkleidung für Arbeiten mit Kettensägen
SchnittschutzkleidungDie normale Schutzkleidung wird hierbei um eine Schnittschutzhose erweitert, die vor Verletzungen bei Arbeiten mit Motorsägen schützen soll. Auch ein Waldarbeiterhelm gehört zur zusätzlich Ausrüstung.

 

 

 

 

 

 

 


 

Eisrettungs- und Überlebensanzug
ÜberlebensanzugDer Haupteinsatzzweck des Anzuges ist bei der Rettung eingebrochener Personen im Eis den vorgehenden Retter entsprechend zu schützen. Mit dem absolut Wasserdichten Anzug ist es möglich bis zu 6 Stunden im 0°C kalten Wasser auszuharren. Ein Eigenauftrieb unterstützt den Träger beim Schwimmen bzw. hält ihn über Wasser. Durch die integrierte Rettungsschlaufe kann der auf dem Eis vorgehende Retter gesichert werden.
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